Neue Playlist: Wie klingt eigentlich IT?

Schallplatte SIEVERS

"Listen to IT" ist das Motto unter dem die SIEVERS-GROUP seit ein paar Wochen Podcasts veröffentlicht. Doch trotz aller fachlichen Fragen, die das Format zweifelsohne beantwortet, frage ich mich, wie klingt denn nun eigentlich IT?

 

The Chemical Brothers  Daft Punk  Tom Misch  LEISURE  SG Lewis  Air  Portishead  Gorillaz  Little Dragon  Empire of the Sun  FISHER

Don Diablo  Klangkarussell  Toro y Moi  Groove Armada  Massive Attack  Gary Newman  Laurie Anderson  Tubeway Army  Kraftwerk  The Human League

Anne Clark  the The  Westbam  Grace Jones  Joel Sarakula  Dom Dolla  Flume  M83  The Weeknd  Bag Raiders  Poolside  Space  Visage  Geyster  Brian Eno 

 

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Hier mehr über den Aufbau der Playlist erfahren
u-bahnhof in München

Aufbau

ab „Go“ von The Chemical Brothers (5 weitere)

Lebhaft, moderner, teilw. tanzbarer Elektro-Pop

ab „Money“ von LEISURE (7 weitere)

Filmmusik, entspannt, tief, ästhetisch, nachdenklich, electronic soundscapes

ab „Get to Know“ von Cosmo´s Midnight (8 weitere)Mischung aus Elektro-Pop und Dance, optimistisch

ab „Yes I´m Changing“ von Tame Impala (7 weitere)

Downtempo-Compilation sehr melodischen, dramatischen Elektro-Pops, teilw. mit Tiefgang, teilw. Filmmusik

ab „Dazed“ von Men I Trust (8 weitere)

Gemischter Elektro-Pop, sehr dynamisch, teilw. Tanzbar, Beachclub

ab „Mesmerised“ von Scenic (4 weitere)

Atmosphärische Klangwelten, ab „Flyentists“ durch echte Synth-Profis aus Zeiten des „Wieder cool werdens“ analoger Synthiesizer, teilw. um die Jahrtausendwende

ab „Cars“ von Gary Numan (8 weitere)

Entstehung der Sounds, die wir mit IT und Technik assoziieren, Mix aus Songs wegweisender alternativer u. spannender Künstler aus Zeiten, als die Instrumente erschwinglich wurden und bis heute die elektronische Musik prägen

ab „Solar Mirror Anthology“ von Sound of Ceres (7 weitere)

Elektro-Pop und Synth-Spirit aus den letzten 5 Jahren (teilw. Newcomer), in langsamen Klängen, sich zum Ende des Abschnitts in der Geschwindigkeit und Stimmung steigernd

ab „Ride it“ von Regard (7 weitere)

Feinstes Electro, Dance, „aktueller“ Synthiepop, sehr optimistisch

 

ab „Disco Yes“ von Tom Misch (8 weitere)

Mix HipHop/Beachclub/zum Ende hin nochmal verrückten 80s-Sound

ab „Sometimes“ von Geyster (4 weitere)

Emotional, langsam, melancholisch, Tiefgang, Filmmusik

 

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Klang der Zeit

Informationstechnik begleitet uns seit vielen Jahrzehnten Tag für Tag, hat sich auf unsere Art zu leben, unsere Architektur, Kultur, Industrie, auf unseren ganzen Planeten Erde ausgewirkt. Beruflich und privat sind wir längst eine Abhängigkeit eingegangen.

Und schon immer, seitdem es Computer gibt, haben sich Toningenieure gefragt, wie denn wohl IT eigentlich klingt, bzw. klingen müsste. Klingen unsere Laptops, Smartphones, aber auch Rechenzentren und Kontrollräume nicht viel zu langweilig? Wie klingt die Zukunft?

Alles fake?

Schon von den 60er Jahren an wurde in vielen futuristischen und Sci-Fi-Filmen auf die Original-Soundkulisse der im Film gezeigten Maschinen, sofern es keine Requisiten waren, verzichtet und stattdessen aufwändig hergestellte Soundeffekte eingespielt. Computer sind eben zu still! Auch heute fällt bei Filmen oder Serien auf, dass Computer oder sonstige technische Einrichtungen viel mehr Geräusche machen, piepen, blinken und noch dazu teilweise unvorstellbare Dinge können.

Entsprechende Ton-Laboratorien füllten damals riesige Studios, erst in den 70ern wurden die Geräte kleiner und stromsparender, sodass erstmals Künstler diese Synthesizer einsetzten, um Musik damit zu machen, bzw. die Geräte in ihre Songs als Instrument zu integrieren. Und das ist der Beginn des "Computer-Sound"!

studio
 

Kein Beethoven mehr nötig

Und seitdem hören wir heute in fast allen Genres elektronische Instrumente. Synthesizer sind nach wie vor sehr beliebt und vielseitig in ihrem Klang, wenn auch heute überwiegend mit platzsparenden digitalen Geräten gearbeitet wird. Mithilfe von vielen Reglern und Schaltern lässt sich individueller Sound erschaffen, der einer Melodie das gewisse Etwas verleihen und einem Song zu großer Berühmtheit verhelfen kann.

Doch technischer Fortschritt hat die ganze Musikbranche nicht nur bereichert, sondern auch das Musikgeschäft verändert: Man muss kein Vollblut-Musiker mehr sein, um ins Radio zu kommen. Digitale Möglichkeiten, Songs zu entwickeln, erfordern nicht mehr zwingend das Erlernen von Instrumenten. DJs und Beat-Producer sind die Stars, Musikgruppen werden zum Auslaufmodell.

83 Songs, 5 Std. 52 Min.

Um herauszufinden, wie IT klingt, habe ich dann diese Playlist erstellt, quasi die Suche selbst, welches Genre, welche Künstler den gewünschten elektronischen Sound bringen. Fokus habe ich dabei besonders auf Musik gelegt, die nicht für den Massengeschmack ausgelegt ist und gewissen Tiefgang besitzt. Alle Tracks sind jedoch vollkommen unterschiedlich – von tanzbaren modernen Electronic-Songs, über „Soundscapes“, Reagge, modernen Synthiepop und Songs aus der Entstehungszeit der „Computer-Sounds“ durch Kommerzialisierung der Synthesizer ab Ende der 70er – daher habe ich ein bisschen sortiert, sodass alle 5-8 Songs das Tempo/die Stimmung/das Genre wechselt.

Ich empfehle allen Hörern, nicht im Shuffle-Modus zu hören und den Crossfade in den Spotify-Einstellungen zu aktivieren!

 

Viel Spaß mit der Playlist!
Wie klingt IT?
Du entscheidest.

Autor: Lasse Beckmann, Marketing